Ohrendruck im Flugzeug – was wirklich hilft beim Start und bei der Landung

Viele Reisende kennen das Problem: Beim Start oder bei der Landung entsteht plötzlich ein unangenehmer Druck in den Ohren. Manchmal fühlt sich das Ohr sogar komplett „zu“ an. Der sogenannte Ohrendruck im Flugzeug entsteht durch schnelle Veränderungen des Luftdrucks in der Kabine.

Während die meisten Menschen nur kurzzeitig Beschwerden haben, kann der Druckausgleich bei manchen Reisenden deutlich länger dauern. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich Ohrendruck beim Fliegen jedoch oft schnell vermeiden oder deutlich reduzieren.

In diesem Artikel erfährst du:

                •             warum Ohrendruck im Flugzeug entsteht

                •             warum besonders die Landung problematisch ist

                •             welche Methoden wirklich helfen

                •             wann Ohrendruck beim Fliegen zum Problem werden kann

Warum entsteht Ohrendruck im Flugzeug?

Der Ohrendruck entsteht durch Unterschiede zwischen dem Luftdruck in der Kabine und dem Druck im Mittelohr.

Das Mittelohr ist über die sogenannte Eustachische Röhre mit dem Rachenraum verbunden. Diese kleine Verbindung sorgt normalerweise dafür, dass sich der Druck im Ohr automatisch anpasst.

Beim Fliegen verändert sich der Luftdruck jedoch sehr schnell – besonders beim Sinkflug. Wenn die Eustachische Röhre den Druck nicht schnell genug ausgleichen kann, entsteht das bekannte Druckgefühl im Ohr.

Typische Symptome sind:

                •             Druckgefühl im Ohr

                •             dumpfes Hören

                •             leichte Schmerzen

                •             „Knacken“ im Ohr

Warum ist die Landung besonders unangenehm?

Viele Menschen bemerken Ohrendruck besonders stark bei der Landung.

Der Grund ist einfach: Beim Sinkflug steigt der Luftdruck in der Kabine wieder an. Das Mittelohr muss diesen Druck aktiv ausgleichen.

Beim Start dagegen sinkt der Druck – das kann der Körper oft leichter ausgleichen.

Deshalb empfinden viele Reisende den Druckausgleich bei der Landung deutlich stärker.

7 Tipps gegen Ohrendruck im Flugzeug

Mit einfachen Methoden lässt sich der Druckausgleich meist schnell unterstützen.

1. Kaugummi kauen

Das Kauen aktiviert die Muskeln im Kiefer und unterstützt den Druckausgleich im Ohr. Deshalb verteilen viele Airlines Kaugummis während des Fluges.

2. Gähnen

Auch Gähnen öffnet die Eustachische Röhre und kann helfen, den Druck auszugleichen.

3. Schlucken

Regelmäßiges Schlucken – zum Beispiel durch Trinken – hilft ebenfalls beim Druckausgleich.

4. Das Valsalva-Manöver

Dabei hältst du dir kurz die Nase zu und versuchst vorsichtig auszuatmen. Dadurch entsteht Druck im Nasenraum, der den Druck im Mittelohr ausgleichen kann.

Wichtig: Nicht zu stark drücken.

5. Nasenspray vor der Landung

Wenn die Nasenschleimhäute geschwollen sind, kann ein abschwellendes Nasenspray helfen. Dadurch bleibt die Verbindung zwischen Nase und Ohr besser geöffnet.

6. Spezielle Ohrstöpsel für Flugreisen

Es gibt spezielle Flug-Ohrstöpsel, die den Druckausgleich langsamer ablaufen lassen. Viele Reisende empfinden damit deutlich weniger Beschwerden.

7. Viel trinken

Ausreichend Flüssigkeit hält die Schleimhäute feucht und unterstützt den natürlichen Druckausgleich.

Wann Ohrendruck beim Fliegen problematisch werden kann

In den meisten Fällen verschwindet der Druck nach wenigen Minuten.

Problematisch kann Ohrendruck werden, wenn:

                •             eine starke Erkältung vorliegt

                •             die Nasennebenhöhlen entzündet sind

                •             das Ohr bereits gereizt ist

In solchen Fällen kann der Druckausgleich deutlich schwieriger sein.

Wer erkältet ist, sollte – wenn möglich – einen Flug verschieben oder vorher ärztlichen Rat einholen.

Weitere Belastungen für den Körper beim Fliegen

Neben Ohrendruck gibt es noch weitere Faktoren, die den Körper während eines Fluges belasten können.

Dazu gehören unter anderem:

                •             trockene Kabinenluft

                •             lange Sitzzeiten

                •             Zeitverschiebungen auf Langstrecken

Mehr dazu erfährst du auch in unseren Artikeln:

                •             Jetlag vermeiden – 9 bewährte Tipps die wirklich helfen

                •             Warum ist die Luft im Flugzeug so trocken?

Diese Themen hängen häufig miteinander zusammen.

FAQ – Ohrendruck im Flugzeug

Warum bekomme ich beim Fliegen Ohrendruck?

Der Ohrendruck entsteht durch schnelle Veränderungen des Luftdrucks während Start und Landung. Das Mittelohr kann diesen Druck nicht immer sofort ausgleichen.

Was hilft schnell gegen Ohrendruck im Flugzeug?

Kaugummi kauen, gähnen, schlucken oder vorsichtig Druck aufbauen (Valsalva-Manöver) können den Druckausgleich unterstützen.

Warum haben Kinder oft stärker Ohrendruck?

Bei Kindern ist die Eustachische Röhre noch enger. Deshalb funktioniert der Druckausgleich häufig schlechter.

Kann Ohrendruck im Flugzeug gefährlich werden?

In der Regel ist Ohrendruck harmlos und verschwindet schnell wieder. Bei starken Schmerzen oder länger anhaltenden Beschwerden sollte jedoch ein Arzt aufgesucht werden.

Fazit

Ohrendruck im Flugzeug ist ein häufiges Problem, besonders beim Start und bei der Landung. Die Ursache liegt in schnellen Veränderungen des Luftdrucks in der Kabine.

Mit einfachen Maßnahmen wie Kaugummi kauen, Schlucken oder speziellen Ohrstöpseln lässt sich der Druckausgleich jedoch deutlich erleichtern.

Wer seine Ohren aktiv unterstützt, kann Flüge meist deutlich entspannter erleben.

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